Als Pfleger, Betreuer und Berater schafft uns die psychische Krankheit eine Möglichkeit den Umfang der Fähigkeiten zu untersuchen, die vom Klientel in früheren Erfahrungen entwickelt worden sind. Dadurch werde ich meiner Verantwortung gerecht, dem Klientel bei der Aktualisierung ihrer Probleme zu helfen, sofern die vorgehenden Erfahrungen noch zu keiner vollen Selbsterkenntnis geführt haben. Therapeutisch zu wirken bedeutet für mich als Betreuer keine Problemlösung anzubieten, die jedem Klientel gleichermassen nützt. Für mich besteht die Möglichkeit dem Klientel zu helfen Schrittweise sein Problem in angriff zu nehmen und dabei die Fähigkeit zu erlernen und zu entwickeln, sich an dessen Lösung zu beteiligen. Die Entwicklung zur Fähigkeit zur Partizipation ist eine Psychologische Aufgabe. Therapie heisst, bereit sein sich zu verändern. Wie weit die Veränderung gehen soll bestimmt der Betroffene, der zu einer Therapie einwilligt. Wie fern dies ist, entwickelt sich in der Auseinandersetzung mit der Sammlung von Informationen, dem erkennen von Problemen und Ressourcen, dem festlegen von Zielen, der Planung der Massnahmen, dem durchführen der Massnahmen und dem evaluieren der Wirkung. Das Klientel sollte im Idealfall die Informationen als solche verstanden haben, dabei setzt dies voraus, den Sachverhalt zu erkennen und zu einer Entscheidung darüber zu gelangen, was zu tun ist, mit dem Gefühl der Sicherheit im Bezug auf Selbst und- Fremd- Verantwortung. Um sich für die therapeutische Entwicklung konzentrieren zu können hängt wesentlich die Entfaltung von der Frage ab, ob das Klientel sich an der Aufarbeitung und Lösung seines Problems beteiligen oder passiver Empfänger medizinischer oder pädagogischer Aufmerksamkeit sein soll. Jedenfalls soll die Entwicklung Gesundheitsfördernd sein, mit dem durchlaufen von Verdrängung, Erwägung, Vorbereitung, Durchhaltung- und Lösungsphasen.