Die Kostenübernahme der MAPP ist gemäss der Pflegefinanzierung von Bund , SASIS und Kantonen geregelt.

Die Begleichung der Kosten erfolgt durch die Krankenkasse, den Patienten und die Gemeinde.

Die Kostenübernahme ist  Kassenpflichtig, gemäss Krankenversicherungsgesetz (KVG) und wird durch die ärztliche oder psychiatrische  Verordnung der Pflege und die dafür nötige Bedarfsabklärung nach 10 Tagen Einsprache Recht, in der Regel gewährt.

 

Wenn die Krankenkassen 10 Tage nach erhalt der Verordnung nicht reagiert, gilt die Verordnung infolge stillschweigen Akzeptiert.

 

Nach erhalt der Rechnung (die ich als Leistungserbringer, wenn möglich jeweils auf den 1. im Monat stelle), haben die Kassen 45 Tage Zahlungsfrist, was für die Leistungserbringer eine unverständlich Lange Frist bedeutet und die damalige Santésuisse und heutige SASIS AG mit den Krankenversicherern im Leistungsvertrag ausgehandelt haben. Wegen dieser langen Frist sind die Leistungserbringer oft auch angewiesen, dass die Krankenkassen diese Zahlungsfristen einhalten, zumal ich als freischaffende Psychiatriepflegefachperson auch ein Zahlungspflichtiger Bürger  bin und das meine Rechnungen von meinen Gläubigern auch Monatlich als gezahlt erwartet werden.  

 

,,Leider erlebe ich, dass diverse Kassen auch noch heute zeitweilig, die Zahlungsfrist bis zum letzten Tag abwarten und danach noch erst eine Bedarfsabklärung ein Verlangten und die Zahlung dadurch unrechtmässig hinauszögern und ich werde der Versuchung widerstehen Namen zu nennen.`` Obwohl die Verordnung lange zuvor als Bedarfabklärung stillschweigend akzeptiert wurde. Ich habe Verständnis In solchen Fällen diese Verzögerungstaktiker  als unprofessionelle Schreibtischtäter zu bezeichnen. Soviel Platz muss sein und ist genau so unprofessionell, aber ehrlich und für die Sachlichkeit und Erwachsenen Ebene, nehme ich mir nun folgend noch langweilig genug Zeit.

 

Die Krankenkassen vereinbarten mit den ambulanten Pflegefachpersonen das System des Tiers payant.

Genaueres erfahrt ihr folgend:

Das Gesetz unterscheidet zwei Finanzierungskategorien

Ambulante Pflege (ohne Akut-/Übergangspflege)
Die obligatorische Krankenpflegeversicherung bezahlt gemäss Krankpflege-Leistungsverordnung (KLV) folgende Beiträge pro Stunde :Seit 1.1.2020 gelten aufgrund einer Änderung der Verordnung durch den Bundesrat neue KLV-Beiträge:

  • An die Kosten der einzelnen Leistungen übernimmt die OKP folgende Beiträge (Art. 7a Abs. 1 und 2 KLV):
  • für Massnahmen der Abklärung und Beratung Fr. 76.90 pro Stunde,
  • für Massnahmen der Untersuchung und der Behandlung Fr. 63 pro Stunde,
  • für Massnahmen der Grundpflege Fr. 52.60 pro Stunde.

Pro Einsatz werden minimal 10 Minuten in Rechnung gestellt. Anschliessend wird in Einheiten von 5 Minuten abgerechnet.


Seit 2011 regelt die neue Pflegefinanzierung im Krankenversicherungsgesetz und in der Krankenpflegeleistungsverordnung die Beiträge der Krankenversicherungen und die maximale Patientenbeteiligung an der Finanzierung der ambulanten Pflege (Ausnahmen: Diabetesfachberatung und Stillberatung). Den Kantonen fällt die Aufgabe zu, für die Restfinanzierung zu sorgen. Unklarheiten und der Systemwechsel führten zu kantonal sehr unterschiedlichen Stundenansätzen der freiberuflichen Pflege.

 

Die Pflegebedürftigen bezahlen je nach Kanton/Gemeinde eine Patientenbeteiligung von maximal CHF 15.95 pro Tag resp. CHF 5821.75 pro Jahr; dies zusätzlich zum normalen Selbstbehalt und der Franchise.

Bern Einkommensabhängige Patientenbeteiligung (zu Lasten der Restfinanzierung), wird mit Restfinanzierung Kanton auf 15.95 ergänzt. Zusätzlich Zulagen für Nacht, Wochenende, Wegpauschale, Mutationspauschale spezialisierte Pflege und Entschädigung Koordinations- und Supportleistungen nach Leistungsvertrag mit Kanton. Vollkosten 79.80 + 15.95= 95.75/ 65.40+ 15.95.-= 81.35/ od. 54.60 +15.95.- = 70.55 zuzüglich Zulagen.

 

Ich habe im Verein VAPP als Forschungsbeauftragter zwei Studien mit Cris Abderhalden geleitet, seit 2007 bis 2012 noch als Vorstands- und Gründungsmitglied. In dieser Studie wurde klar das wir Freischaffenden Psychiatriepflegefachleute  zuwenig Stundenlohn bei 100 % Arbeitspensum verdienen (Gesund sind max. 6 Std. täglich direkter Patienten Kontakt, alles was darüber ist führt zu Burn Out), damit das Geschäftsmodell Freischaffende Pflegefachperson funktioniert (nähmlich max. Fr.: 78.95.- damals 2007- 2011 und min. Fr.: 45.60.-). Damals haben viele Gründungsmitglieder entweder noch zur Hälfte anderswo gearbeitet oder sie haben ihre Pensionskassengelder für dieses Berufsmodell geopfert, um das Ziel zu verfolgen, 100 % vollständig als Freischaffende Psychiatriepflegefachperson wirtschaftlich ohne finanzielle Existenzprobleme zu arbeiten. Dennoch verdient niemand so viel, dass Neid gerechtfertigt ist. Die Ausbildung als Freischaffender Psychiatriepfleger ist eine Höhere Fachausbildung, um als diese so zu arbeiten, muss man in allen Vereinen Mitgliederbeiträge bezahlen, ausser man engangiert sich im Vorstand und kassiert dabei auch Mitein. Ehemalige und emitierte die einen Verein jedoch aufgebaut haben werden Rüchsichtsfrei  behandelt. (Nachdem ich im Jahr 2009/ 2010 zwei Sitzungen mit dem Regierungsrat Solothurn hatte und deren 2 Verwaltungsjuristinnen als Traktandum die Restfinanzierung besprochen wurde und ich abgeschmettert und Verwiesen an die Spitex Präsidentin SO wurde, um mit ihr quasi als ihre angestellten einen Konsens suchend mich mit auseinander setzen solle, worin man schon sah dass dieser Regierungsrat keine Ahnung vom Gesundheitswesen hat, musste ich mich plötzlich drei Monat später einer Steuerrevision unterziehen und 2 Jahre später nochmals als ich nach Bern zügelte abermals etc. ich wurde in meiner Existenz bedroht auf eine unerklärliche Weise von allen Seiten überprüft, da scheint einem plötzlich das Pech an den Schuhen zu kleben, auf dem Weg und im Einsatz für das Gesundheitswesen, ist doch das unglaublich und mutet schon fast verschwörungsteoretisch an). Andere Mitglieder jedoch bezahlen in der Hoffnung das diese Vereine die Verhandlungen mit den Kantonen führen, bzw. die Kantone verklagen, obwohl sie dieselben Vereine beider Parteien sind. Der SBK hat neu für die ambulanten den Verein Curacasa unterstützt bei der Gründung, der vertritt den Verein Spitex und der Verein VAPP ist für die ambulanten Freischaffenden PsychiatriepflegerInnen da, beide vertreten somit die Ambulanten, was nicht klar ist bei wem und wer für was zuständig ist. Ausser im Kanton Bern wollen beide die Restfinanzierung Fr.:15.95.-. Den Spitex Verein und den VAPP beide unter dem Dach SBK. Nun bezahlen die Freischaffenden Psychiatriepflegefachleute Vereinskosten für den Curacasa- Verein und für den VAPP Verein und für den SBK Verein der für die Freischaffenden Psychiatrie einen zusätzlichen Beitrag verlangt, neben dem üblichen SBK Vereinstarif und für den ambulanten Bereich nun ist zusätzlich auch noch der Curacasa Verein zuständig. Alle verlangen Mitgliederbeiträge an deren Mitgliedschafft die zum Teil noch an Weiterbildungsqualifikationen gebunden werden für diese man auch noch bezahlt und sonst kommt man auf die Weisse (nicht Schwarze) Liste. (Ich finde das diese Qualifikationen nichts mehr mit Qualität zu tun haben. Zuvor qualifizierte man sich schon in dem man durch ein kompliziertes Aufnahme- verfahren bei der SASIS AG (ältere noch von der Santésuisse) seine Ausbildungen durch DN 2 oder HF  und seine 2 Jährige Berufserfahrung überprüft wurde und dabei noch bei jedem Kanton für die Kantonsbewilligung einzeln musste man gar ein Gesundheitszeugnis ablegen. Und, für die es zuviel wird irgend eines Tages, werden sie über die Axa Kollektiversicherung Neutras Medica Betriebsversichert und Kranken- und Unfalltaggeldversichert bei der ÖKK.

Als 2011 bis 2013 in direkten Verhandlungen, die ich im Kanton Solothurn mit Verwaltungsjuristen Katharina Ryser und Schlussendlich mit dem Regierungsrat Peter Gomm führte, nach drei Sitzungen ich an die Spitexpräsidentin des Kanton Solothurn verwiesen wurde, ist mir auch Nahe gelegt worden, die Restfinanzierung den Gemeinden zu überlassen. Verhandlungen mit einzelnen Freischaffenden Psychiatriepflegefachpersonen sollen die wenigen 8-9 Personen mit der Spitex und Gemeinden  verhandeln, wer nun die Restkosten von der Gemeinde bekommt, bzw. tragen soll, wird sich dan zeigen. Das heisst es wird dem Patienten übergestülpt, bzw. jeder freischaffende Psychiatriepflegefachperson streicht die Kosten oft ein und arbeitet für einen Stundenansatz von dem er nicht leben kann. Obwohl dies gegen den Beschluss des Bundesgesetzes verstösst. Mittlerweile treibt man so einen Konflikt zwischen die Leute , welche sich eigentlich anfangs für eine Verbesserung des Gesundheitssystems mit der idealistischen Idee einer geringeren Infrastruktur eingesetzt haben. Doch es ist erstaunlich wie erfahrene Hochqualifizierte Berufsfachleute durch eine übertriebene Administrationsaufwand langsam in die Knie gezwungen werden von wiederum Leuten die sich aufspielen, wie zum Beispiel RR Peter Gomm der sich gegen das Gesetz stellte als ehemalige Gesetzeshüter, bzw. Polizeipräsidenten. Sehr Fragwürdig? Vor allem als ich Plötzlich mit zwei Steuerrevisionen ohne sichtlichen Grund im Kanton Solothurn schikaniert wurde und mir zusätzliche Spesen  aufgerechnet wurden die ich schon eigens abgezogen habe, weil ich wusste, dass man 1/3 selber tragen muss. Nach dieser Steuerrevision trieb man mich mit einer Aufstockung des Drittels, obwohl ich diesen Drittel an Spesen schon abgezogen hatte meine Buchhaltung vom Chef des Steueramtes des Kanton Solothurn darzulegen, der diese 6 Monate bei sich behalten hat ohne diese an zu sehen, bis ich mich meldete und dieser weil er sonst nichts gefunden hat, brummte er mir diesen drittel nachträglich auf und obwohl ich schon um kosten zu sparen auf dem Camping wohnte, wie armselig ist dass den. Ich dachte das ich Selbstständigkeit als Weg gewählt habe um Arbeitsplätz zu schaffen, doch nach dieser Geschichte wo man schon als ,,Bschisser" angeschaut wird, bevor man sich kennt, hatte ich keine Lust mehr für diesen undankbaren Pseudosozialen Kanton ihre Kranken oder wohl eher Krank gemachten Einwohner zu Pflegen und ging nach Bern. Meiner Mutter ist übrigens in diesem Kanton Solothurn in Gerlafingen aufgewachsen und geboren und mit ihren zwei unehelichen Kinder schon vor 50 Jahren vertrieben worden, weil sich dies damals nicht gehört hat, ohne Ehemann Kinder zu haben und zudem wurde ihr deswegen von den Diakonisen das Krankenpflegediplom aberkannt. Sie ging danach nach Basel und konnte es dort wiedererlangen, von da an hat sie sich zum höchsten Posten in der Pflege im Kantonspital Basel hochgearbeitet.  Anderswo als in der Schweiz wäre ich darüber nicht erstaunt, man sieht dies zuweilen in Krimis und würde das Machtmissbrauch nennen. Doch man lernt nie aus.

 

Damit möchte ich einfach dem Kanton Bern ein und für alle Mal für die Vorlage der Restfinanzierung danken, die es Möglich macht von diesem Beruf leben zu können, ohne Nebenbei noch eine Working Pur Rolle in einer zweiten Tätigkeit aufnehmen zu müssen und somit aus der Live -Balance heraus katapultiert zu werden.

 

Ambulante Akut-/ Übergangspflege
Während maximal zwei Wochen, direkt anschliessend an einen Spitalaufenthalt, wird die spitalärztlich verordnete ambulante Akut- und Übergangspflege gemäss KLV voll durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung und die öffentliche Hand (Kanton/Gemeinde) gedeckt. Die Tarife werden in kantonalen Tarifverträgen festgelegt.

Die Pflegebedürftigen bezahlen für die ambulante Akut-/Übergangspflege nur den normalen Selbstbehalt 10% bis max. Fr.: 700.-und die Franchise je nach Policen Abschluss min. Fr.: 300.-.

 

Der Kanton Solothurn weigerte sich das Bundesgesetz umzuwandeln doch er muss die Restfinanzierung umsetzen und dank einem freischaffenden Psychiatriepfleger in Solothurn wälzt dieser Kanton somit die Kosten nicht mehr auf den Patienten oder auf die Verhandlung jedes Einzelnen auf die Gemeinden ab.

Der Kanton Bern wird ab 2018 mit der Restfinanzierung von Spitex- Leistungen mit 15.95.- pro Tag für Patienten im AHV Alter auf die Patienten- Beteiligung setzen, bis dahin übernimmt der Kanton Bern mit einer Grosszügigen und Fairen Restfinanzierung un- und vermögende Patienten, mit einer vorbildlichen geregelten Vereinbarung, mit dem Leistungsvertrag jedes Einzelnen Leistungserbringer und der verhandelt die Leistungserbringung und die Kosten- Beteiligung mit dem

GEF:

https://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0ahUKEwjv1qitpK3VAhUELVAKHcCCD2AQFggnMAA&url=https%3A%2F%2Fwww.gef.be.ch%2F&usg=AFQjCNERLovMfeAVr8OVSuseyUOEcw9ZBQ

Stellungnahme zur Änderung von Art. 7 der Krankenpflege Leistungsverordnung KLV

Die MAPP begrüsst die Tatsache, dass mit dem nun vorliegenden Änderungsvorschlag des Bundesamtes für Gesundheit BAG die unbefriedigende Situation bezüglich der Finanzierung von psychiatrischen Pflegeleistungen ambulant und in Pflegeheimen angegangen wird. Dass die Vorlage die grundsätzliche Stossrichtung unserer Eingabe vom 14. Juni 2004 aufnimmt, schätzen ich sehr. Trotz dieser positiven Ausgangslage möchten ich in der Folge auf einige für uns problematische Punkte hinweisen und Ihnen entsprechende Alternativen vorschlagen. Anforderungen an das Abklärungsverfahren Wir unterstützen das Anliegen, eine wirtschaftliche, zweckmässige und qualitativ gute Versorgung psychisch kranker Menschen auch im Spitex und Heimbereich sicher zu stellen. Das SBK beurteilt jedoch die von Pflegefachpersonen vorgeschlagene Überprüfung der Bedarfsabklärung durch eine psychiatrische Fachperson oder einen psychiatrischen Dienst als problematisch und zwar aus folgenden Überlegungen: Das BAG nimmt an, in der Praxis sei die regelmässige Zusammenarbeit zwischen Spitex und Psychiatrie bereits heute weit verbreitet. Diese Zusammenarbeit ist in Ansätzen sehr wohl vorhanden aber leider bei weitem noch nicht flächendeckend. Grundsätzlich ist es unterstützenswert, dass sich sowohl Hausärzte und Spitex entweder eigenes psychiatrisches Know-How aneignen, in dem sie Fachpersonen in ihren Diensten anstellen oder sich das Fachwissen durch Konsiliar- und Liaisondienste holen. Dies kann aber nach unserer Auffassung nicht zwingend mit jedem Auftrag zur psychiatrischen Pflegeleistung verknüpft werden denn:

- in der Praxis würde dadurch der Pflegebeginn unnötig verzögert und es würden Folgeschäden entstehen. Zudem würden zusätzliche Kosten entstehen, weil die zugezogene Psychiatriefachperson diesen Dienst ja auch nicht gratis erbringt.

– auf keinem anderen Fachgebiet wird in der Primärversorgung der Beizug von Spezialisten verlangt. Vielmehr verlässt man sich dort ebenfalls darauf, dass Spitex und HausärztInnen sich das erforderliche Fachwissen dann holen, wenn es die Situation erfordert.

- wenn schon psychiatrisches Fachwissen bei der Bedarfsabklärung notwendig ist, wären Pflegefachpersonen mit psychiatrischen Kenntnissen die richtigen Fachpersonen, da sich die psychiatrische Pflege in Spitex und anderen nichtpsychiatrischen Institutionen im Besonderen auf die Bewältigung der Krankheitssymptome im Alltag konzentrieren und gerade dieses Wissen ist bei Psychiatriepflegefachpersonen im hohen Masse vorhanden. Nicht zuletzt möchten wir darauf hinweisen, dass das EVG in seinem Urteil Nr. 97/2003 März folgende Aussage macht:

 

 Zitat: „Dass es sich bei der verordnenden Ärztin nicht um eine Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, sondern um eine Allgemeinpraktikerin handelt, steht einer Leistungspflicht des Krankenversicherers nicht entgegen. So wenig wie ärztliche Psychotherapie nur von Fachärzten für Psychiatrie und Psychotherapie durchgeführt werden kann (Art. 2 Abs.1. KLV) bedarf es für die psychiatrische und psychogeriatrische Grundpflege einer fachärztlichen Anordnung“.

Neue Pflegefinanzierung Massgebend und auch für die Krankenversicherungen bindend sind die Entscheide der Kantone und allenfalls Gemeinden.

 

Akut- und Übergangspflege Einige Kantone haben Tarife dafür festgesetzt, aber die nationalen Rahmenverträge zwischen dem SBK und den Krankenversicherungen sind noch nicht abgeschlossen und folgende Tarife werden möglicherweise zunehmend in der ganzen Schweiz und in allen Kantonen umgesetzt, somit sind diese Informationen unten ohne Gewähr, denoch sind die Fr.: 15.95.- gesetzliches minimum und können gefordert werden zur umsetzung. Jeder Freischaffende ist auch Frei sich mit seinen Gemeinden, in welchen er oder sie arbeitet, bzw. seine Klienten wohnen zu verhandeln mit den zuständigen ämtern.

 

Übersicht über die Stundenansätze in den verschiedenen Kantonen (Restfinanzierungs- und Vollkostenansätze jeweils in CHF für a/b/c):

 

Aargau Patientenbeteiligung von 20% bis maximal CHF 15.95 pro Tag. Differenz zu den Vollkostenansätzen 91.90/83.60/73.20 ist der kantonalen Clearingstelle in Rechnung zu stellen, die an Wohnsitzgemeinden der PatientInnen weiterverrechnet.

 

Appenzell Ausserrhoden Patientenbeteiligung von 10% bis maximal 8.00 pro Tag. Sonst keine Restfinanzierung. Vollkostenansätze 87.80/73.40/62.60 bis Patientenbeteiligung erschöpft, dann 79.80/65.40/54.60.

 

Appenzell Innerrhoden Patientenbeteiligung von 10% bis maximal 8.00 pro Tag. Sonst keine Restfinanzierung. Vollkostenansätze 87.80/73.40/62.60 bis Patientenbeteiligung erschöpft, dann 79.80/65.40/54.60.

 

Basel Land Patientenbeteiligung von 2.00 bis 15, 4.00 bis 30, 6.00 bis 45 und 8.00 über 45 Minuten anrechenbare Pflegezeit pro Tag. Anrechenbare Vollkosten 87.80/73.40/62.60. Restfinanzierung durch Gemeinden bei mehr als einer anrechenbaren Pflegestunde pro Tag.

 

Basel Stadt Patientenbeteiligung von 10% bis maximal CHF 8.00 pro Tag. Restfinanzierung Kanton von 8.20/16.60/17.40 für die erste Stunde am Tag und 0.20/14.60/15.40 für die weitere Pflege. Vollkosten 96.00/90.00/80.00 & 80.00/80.00/70.00.

 

Bern Einkommensabhängige Patientenbeteiligung (zu Lasten der Restfinanzierung), wird mit Restfinanzierung Kanton auf 15.95/15.95/15.95 ergänzt. Zusätzlich Zulagen für Nacht, Wochenende, Wegpauschale, Mutationspauschale spezialisierte Pflege und Entschädigung Koordinations- und Supportleistungen nach Leistungsvertrag mit Kanton. Vollkosten 95.75/81.35/70.55 zuzüglich Zulagen.

 

Freiburg Restfinanzierung Kanton 20% bis maximal 15.95 pro Tag. Rechtliche und politische Schritte gegen Diskriminierung im Gang. Genève Patientenbeteiligung von 20% bis maximal CHF 15.95 pro Tag. Sonst keine Restfinanzierung. Verhandlungen mit dem Kantonsdepartement im Gang. Tarif für Akut und Übergangspflege: 123.00

 

Glarus Restfinanzierung gemäss Leistungsvereinbarung mit den Gemeinden

 

Graubünden Patientenbeteiligung von 10% bis maximal 8.00 pro Tag. Restfinanzierung Kanton 10.00 und 8.10 durch die Wohnsitzgemeinden der PatientInnen. Anerkannte Vollkosten 84.30. Tarif für Akut- und Übergangspflege: 85.00.

 

Jura Keine Patientenbeteiligung. Gemäss Regierungsratsbeschluss vom 13.11.2012 Restfinanzierung Kanton 23.40/21.80/16.20. Vollkosten 103.20/87.20/70.80.

 

Luzern Patientenbeteiligung 20% bis maximal 15.95 pro Tag. Restfinanzierung Gemeinden unterschiedlich. Empfehlung Gemeindeverband Vollkosten 120.00/100.00/90.00. Keine kantonale Restfinanzierung.

 

Neuchâtel Keine Patientenbeteiligung. Restfinanzierung Kanton CHF 26.20/26.60/22.40. Vollkosten 106.00/92.00/77.00.

 

Nidwalden Patientenbeteiligung volle Differenz zu Vollkosten 126.00/99.00/88.00 bis maximal 15.95 pro Tag. Restfinanzierung Kanton nicht durch Patient gedeckter Anteil an Differenz bis zu 47.20/33.60/33.40.

 

Obwalden Patientenbeteiligung maximal CHF 8.00 pro Tag. Restfinanzierung 13.60/13.60/13.60 durch Kanton. Vollkosten 93.40/79.00/68.20.

 

Sankt Gallen Patientenbeteiligung bis 31.12.2013 von 8.00 und ab 1.1.2014 15.95 pro Tag. Restfinanzierung Wohnsitzgemeinden der PatientInnen in Verhandlung.

 

Schaffhausen Patientenbeteiligung Tagespauschale 15.95, unabhängig von der Einsatzdauer. Restfinanzierung Wohnsitzgemeinde der PatientInnen 9.60/9.60/9.60. Vollkosten 105.35/90.95/80.15.

 

Schwyz Patientenbeteiligung 10% bis maximal 8.00 pro Tag. Restfinanzierung Wohnsitzgemeinde 8.20/18.60/25.40 bis Patientenbeteiligung erschöpft, dann 16.20/26.60/33.40. Vollkosten 96.00/92.00/88.00.

 

Solothurn ist bereitmit dem SBK,  für den Zeitraum von 2011 bis Ende 2018 eine tarifliche Lösung zu finden, mit welcher der Kanton und die Gemeinden ihrem bundesgesetzlichen Auftrag von 2011 für diesen Zeitraum nachkommen wollen.

 

Angestrebt wird eine generell-abstrakte Lösung für alle freiberuflich Tätigen in dieser Zeit. Vorzugsweise für Leistungserbringerinnen. maximal 15.95 pro Tag. Vollkosten 95.75/81.35/70.55 bis Patientenbeteiligung erschöpft, dann 

  • für Massnahmen der Abklärung und Beratung Fr. 76.90 pro Stunde,
  • für Massnahmen der Untersuchung und der Behandlung Fr. 63 pro Stunde,
  • für Massnahmen der Grundpflege Fr. 52.60 pro Stunde.

 

Thurgau Patientenbeteiligung 10% bis maximal a) 8.00 / b) 6.55 und c) 5.45 pro Tag. Restfinanzierung Wohnsitzgemeinden der PatientInnen, Empfehlung des Verbands Thurgauer Gemeinden in Verhandlung.

 

Ticino Keine Patientenbeteiligung. Restfinanzierung Kanton 8.00/22.40/23.40 bis zur Erschöpfung der Wegpauschale von maximal 6‘500.00 pro Jahr, dann 0.00/15.90/18.00. Vollkosten 87.80/87.80/78.00 & 79.80/81.30/72.60. Zulagen für Nacht und Wochenende. Kantonale Leistungsvereinbarung, Clearingstelle.

 

Uri Patientenbeteiligung maximal 15.95 pro Tag. Restfinanzierung Kanton CHF 7.25/12.65/5.45 mit Patientenbeteiligung bzw. 23.20/28.60/21.40 ohne, Vollkosten 103.00/94.00/76.00.

 

Vaud Keine Patientenbeteiligung. Restfinanzierung Kanton zu Vollkosten in der Grössenordnung 110.00/100.00/90.00. Regierungsratsbeschluss noch ausstehend. Leistungsvereinbarung mit Spitex und zwischen SBK-Sektion und Kanton, Clearing durch SBK-Sektion (vom Kanton finanziert).

 

Wallis Keine Patientenbeteiligung. Restfinanzierung Kanton 7.20/13.60/15.40. 87.00/79.00/70.00.

 

Zug Patientenbeteiligung von 10% bis maximal 15.95 pro Tag. Restfinanzierung Gemeinden 37.00/23.00/29.00. Keine kantonale Restfinanzierung. Vollkosten 119.80/105.40/94.60 & 111.80/97.40/86.60.

 

Zürich Patientenbeteiligung pauschal 8.00 pro Tag. Restfinanzierung 29.00/17.90/13.60 pro Stunde durch Wohnsitzgemeinden der PatientInnen, bzw. 37.00/41.90/25.60 ohne Patientenbeteiligung.