Die Kostenübernahme der MAPP ist gemäss der Pflegefinanzierung von Bund , SASIS und Kantonen geregelt.

Die Begleichung der Kosten erfolgt durch die Krankenkasse, den Patienten und die Gemeinde.

Die Kostenübernahme ist  Kassenpflichtig, gemäss Krankenversicherungsgesetz (KVG) und wird durch die ärztliche oder psychiatrische  Verordnung der Pflege und die dafür nötige Bedarfsabklärung nach 10 Tagen Einsprache Recht, in der Regel gewährt.

 

Wenn die Krankenkassen 10 Tage nach erhalt der Verordnung nicht reagiert, gilt die Verordnung infolge stillschweigen Akzeptiert.

 

Nach erhalt der Rechnung (die ich als Leistungserbringer, wenn möglich jeweils auf den 1. im Monat stelle), haben die Kassen 45 Tage Zahlungsfrist, was für die Leistungserbringer eine unverständlich Lange Frist bedeutet und die damalige Santésuisse und heutige SASIS AG mit den Krankenversicherern im Leistungsvertrag ausgehandelt haben. Wegen dieser langen Frist sind die Leistungserbringer oft auch angewiesen, dass die Krankenkassen diese Zahlungsfristen einhalten, zumal ich als freischaffende Psychiatriepflegefachperson auch ein Zahlungspflichtiger Bürger  bin und das meine Rechnungen von meinen Gläubigern auch Monatlich als gezahlt erwartet werden.  

 

,,Leider erlebe ich, dass diverse Kassen auch noch heute zeitweilig, die Zahlungsfrist bis zum letzten 30.igsten Tag abwarten und danach noch erst eine Bedarfsabklärung ein Verlangten und die Zahlung dadurch unrechtmässig hinauszögern und ich werde der Versuchung widerstehen Namen zu nennen.`` Obwohl die Verordnung lange zuvor als Bedarfsabklärung stillschweigend akzeptiert wurde. Ich habe Verständnis In solchen Fällen diese Verzögerungstaktiker als Schreibtischtäter zu bezeichnen. Soviel Platz muss sein und ist genau so unprofessionell, aber ehrlich und für die Sachlichkeit und Erwachsenen Ebene, nehme ich mir nun folgend noch langweilig genug Zeit.

 

Die Krankenkassen vereinbarten mit den ambulanten Pflegefachpersonen das System des Tiers payant.

Genaueres erfahrt ihr folgend:

Das Gesetz unterscheidet zwei Finanzierungskategorien

Ambulante Pflege (ohne Akut-/Übergangspflege)
Die obligatorische Krankenpflegeversicherung bezahlt gemäss Krankpflege-Leistungsverordnung (KLV) folgende Beiträge pro Stunde :Seit 1.1.2020 gelten aufgrund einer Änderung der Verordnung durch den Bundesrat neue KLV-Beiträge:

  • An die Kosten der einzelnen Leistungen übernimmt die OKP folgende Beiträge (Art. 7a Abs. 1 und 2 KLV):
  • für Massnahmen der Abklärung und Beratung Fr. 76.90 pro Stunde,
  • für Massnahmen der Untersuchung und der Behandlung Fr. 63 pro Stunde,
  • für Massnahmen der Grundpflege Fr. 52.60 pro Stunde.

Pro Einsatz werden minimal 10 Minuten in Rechnung gestellt. Anschliessend wird in Einheiten von 10 Minuten abgerechnet.


Seit 2011 regelt die neue Pflegefinanzierung im Krankenversicherungsgesetz und in der Krankenpflegeleistungsverordnung die Beiträge der Krankenversicherungen und die maximale Patientenbeteiligung an der Finanzierung der ambulanten Pflege (Ausnahmen: Diabetesfachberatung und Stillberatung). Den Kantonen fällt die Aufgabe zu, für die Restfinanzierung zu sorgen. Unklarheiten und der Systemwechsel führten zu kantonal sehr unterschiedlichen Stundenansätzen der freiberuflichen Pflege.

 

Die Pflegebedürftigen bezahlen je nach Kanton/Gemeinde eine Patientenbeteiligung von maximal CHF 15.95 pro Tag resp. CHF 5821.75 pro Jahr; dies zusätzlich zum normalen Selbstbehalt und der Franchise.

Bern Einkommensabhängige Patientenbeteiligung (zu Lasten der Restfinanzierung), wurde bis ende 2020 mit Restfinanzierung Kanton auf 15.95 ergänzt. Zusätzlich Zulagen für Nacht, Wochenende, Wegpauschale, Mutationspauschale spezialisierte Pflege und Entschädigung Koordinations- und Supportleistungen nach Leistungsvertrag mit Kanton. Restkosten wurden im 2021 im Kanton Bern ersatzlos gestrichen: 

 

Im Verein VAPP, habe ich als Forschungsbeauftragter zwei Studien mit Cris Abderhalden geleitet, seit 2007 bis 2012 noch als Vorstands- und Gründungsmitglied. In dieser Studie wurde klar, dass wir Freischaffenden Psychiatriepflegefachleute zu wenig Stundenlohn bei 100 % Arbeitspensum verdienen (maximal (Gesund) sind 6 Std. täglich direkter Patienten Kontakt, alles was darüber ist, führt zu Burn Out), damit das Geschäftsmodell Freischaffende Pflegefachperson funktioniert (nämlich max. Fr.: 78.95.- damals 2007- 2011 und min. Fr.: 45.60.-). Damals haben viele Gründungsmitglieder entweder noch zur Hälfte anderswo gearbeitet oder sie haben ihre Pensionskassengelder für dieses Berufsmodell geopfert, um das Ziel zu verfolgen, 100 % vollständig als Freischaffende Psychiatriepflegefachperson wirtschaftlich ohne finanzielle Existenzprobleme zu arbeiten. Dennoch verdient niemand so viel, dass Neid gerechtfertigt ist. Die Ausbildung als Freischaffender Psychiatriepfleger ist eine Höhere Fachausbildung, um als diese so zu arbeiten, muss man in allen Vereinen Mitgliederbeiträge bezahlen, ausser man engagiert sich im Vorstand und kassiert dabei auch mit  ein.

 

Ambulante Akut-/ Übergangspflege
Während maximal zwei Wochen, direkt anschliessend an einen Spitalaufenthalt, wird die spitalärztlich verordnete ambulante Akut- und Übergangspflege gemäss KLV voll durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung und die öffentliche Hand (Kanton/Gemeinde) gedeckt. Die Tarife werden in kantonalen Tarifverträgen festgelegt.

Die Pflegebedürftigen bezahlen für die ambulante Akut-/Übergangspflege nur den normalen Selbstbehalt 10% bis max. Fr.: 700.- Jährlich und die Franchise je nach Policen Abschluss Minimum  Fr.: 300.-.

 

 

https://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0ahUKEwjv1qitpK3VAhUELVAKHcCCD2AQFggnMAA&url=https%3A%2F%2Fwww.gef.be.ch%2F&usg=AFQjCNERLovMfeAVr8OVSuseyUOEcw9ZBQ

Neue Pflegefinanzierung Massgebend und auch für die Krankenversicherungen bindend sind die Entscheide der Kantone und allenfalls Gemeinden.

 

Akut- und Übergangspflege Einige Kantone haben Tarife dafür festgesetzt, aber die nationalen Rahmenverträge zwischen dem SBK und den Krankenversicherungen sind noch nicht abgeschlossen und folgende Tarife werden möglicherweise zunehmend in der ganzen Schweiz und in allen Kantonen umgesetzt, somit sind diese Informationen unten ohne Gewähr, dennoch sind die Fr.: 15.95.- gesetzliches Minimum und können gefordert werden zur Umsetzung. Jeder Freischaffende ist auch Frei sich mit seinen Gemeinden, in welchen er oder sie arbeitet, bzw. seine Klienten wohnen zu verhandeln mit den zuständigen Ämtern.